Startseite
Schirmherrschaft
Der Festausschuß
Akademische Feier
Veranstaltungen 2010
Das Festwochenende
100 Jahre Bahnhof
Festpräsident

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Datum, an dem eine Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erw√§hnt wird und damit ins Licht der Geschichte r√ľckt, ist immer auch ein St√ľck weit durch Zuf√§lle mitbestimmt: Es gibt Zuf√§lle der Forschung, die bei der Entdeckung und Identifizierung einer Erw√§hnung wichtig sind. So h√§tten die Hundst√§dter 1917 bereits mit ruhigem Gewissen sogar eine 650-Jahr-Feier begehen k√∂nnen, denn damals glaubte man noch an eine √§ltere Ersterw√§hnung, die sich aber mittlerweile als falsch herausgestellt hat. Dank der Fortschritte in der historischen Forschung kennen wir heute den 17. Februar 1410 als das Datum der Hundst√§dter Ersterw√§hnung – so lange, bis vielleicht eines Tages neue Funde uns eines Besseren belehren. Und es sind Zuf√§lle der √úberlieferung, die daf√ľr gesorgt haben, dass ausgerechnet diese Urkunde die Zeiten √ľberdauert hat.

Aber bei einem Jubil√§um, wie es Hundstadt feiert, geht es ja nicht nur um Erkenntnisse der Geschichtsforschung – im Gegenteil: f√ľr den Historiker ist das Datum der Ersterw√§hnung allein von keiner wesentlichen Bedeutung, denn es sagt ja nichts √ľber das tats√§chliche Alter des Dorfes aus. Vor allem geht es darum, dass ein solches Jubil√§um einen Anlass gibt, einmal inne zu halten und sich zu besinnen: auf die Geschichte des Dorfes, auf die schweren und guten Zeiten, die seine Bewohnerinnen und Bewohner erlebt haben, und dara

Festpr√§sident Ulrich Krebs,    
Landrat des Hochtaunuskreises   
 

uf, wie das Dorf zu dem geworden ist, was es heute ist. Und diese Besinnung, dieses Durchatmen bietet Grund zum Feiern: aus Dankbarkeit, aus Freude und aus Liebe zum Heimatort.

Die Gemeinde Hundstadt hat sich f√ľr ihr Jubil√§umsjahr allerhand vorgenommen – das zeigt, wie lebendig und lebenswert das Dorf heute ist. Ich w√ľnsche den Hundst√§dterinnen und Hundst√§dtern sch√∂ne Veranstaltungen, welche die Geschichte mit der Gegenwart verbinden und die Dorfgemeinschaft zugleich f√ľr die Zukunft st√§rken!


Ulrich Krebs
Landrat